Markus Maier

about

Kunst und Kultur sind Bestandteil unseres gesellschaftlichen Lebens. Die Kunst lässt uns nach einem harten Tag zur Besinnung kommen. Sie gibt Denkanstöße, gibt uns Möglichkeiten der Kommunikation und zeigt uns die Facetten der Welt. Ohne Kunst sähe unser Leben trostloser und grauer aus.

Was aber ist mit den kreativen Köpfen, die uns Betrachtern mit ihren Werken die Welt lebbarer machen? Ein Maler malt nicht nur einfach ein Bild und stellt es aus. Malen ist harte Arbeit. Der Künstler macht seine Gedanken und Gefühle durch die Farben auf der Leinwand bildlich. Einschnitte und Veränderungen im Leben des Künstlers spiegeln sich ebenso in den Bildern wieder. Ein ganzes Leben bekommt der Betrachter dar geboten und findet darin eine Menge Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Wandlungen und Prozesse bestimmen Bewegungen, die für ein vorwärts kommen notwendig sind. Künstler zeigen uns durch ihre Werke, wie die Welt ist, wie sie sein könnte und wie sie sein sollte. Das geschieht natürlich immer aus dem Blickwinkel des Einzelnen.

Der Warendorfer Maler Markus Maier macht in seinen Bildern sein Innerstes sichtbar. Und auch er ist Einschnitten und Veränderungen unterlegen, die sich in seinen Bildern widerspiegeln. Markus Maier wurde 1964 in Aalen bei Stuttgart geboren. Nach einer Ausbildung zum Zimmermann und einem Architekturstudium an der Fachhochschule Heidelberg begann Maier 1995, experimentell zu malen. Sein Leben ist geprägt durch Erlebnisse, Einschnitte und Veränderungen – ob positiv oder negativ.

Vor drei Jahren hat es in Maiers Leben den größten und positivsten Einschnitt gegeben. Er lernte seine Frau Jutta kennen. Ihre gemeinsame Tochter Mara hat gerade ihren zweiten Geburtstag gefeiert. Seitdem sind auch die kreativen Wandlungen in seinen Bildern sichtbarer denn je geworden. Und Maier scheint noch kreativer und vielfältiger geworden zu sein. „Der eigene Wandel vollzieht sich langsam und lässt sich nicht in Zeit messen“ erklärt er.

Aber die Wandlung zeigt sich in seiner Kunst. In vier verschiedenen Ausstellungen an vier verschiedenen Orten zeigt Maier derzeit auch vier unterschiedliche Lebens- und Schaffens- Prozesse, denen er Unterlegen ist. So trägt die Ausstellung in den Räumen des CDU-Kreisverbandes in Münster zu Recht den Titel „Wandlung“. Neue Arbeiten von 2006 bis 2007 – aus Kohle mit roter Acrylfarbe – packen einen mit einer Ausdruckskraft, der man sich nicht entziehen kann. Die spürbare kreative Wucht ist gepaart mit sensitiver Leichtigkeit. Weitere Ausstellungen zu Maiers Wandlung sind zurzeit in den Räumen der Weinhandlung „Korkenzieher“ von Thomas Rindt und in der Wilhelms- Universität in Münster zu sehen.

Wer die Bilder von Markus Maier kennt, dem bleibt die Wandlung nicht unverborgen. Es scheint, als habe er etwas ganz Wesentliches in seinem Leben gefunden. Und dieses Wesentliche drückt sich auch in seinen Bildern aus. Jutta und Markus Maier ergänzen sich in ihrer Arbeit und geben sich gegenseitige Resonanz. Denn auch Jutta Maier ist überaus kreativ – sie ist Kunstlehrerin und Theaterpädagogin. Neben vielen Einzelausstellungen richtet das Ehepaar seit 2005 auch gemeinsame Ausstellungen aus. – unter anderem in der „Galerie 22“ in der Emsstraße, in der sie einen Querschnitt ihres Schaffens zeigen.

Eines haben die Arbeiten gemeinsam: Sie sprühen vor Energie und Kreativität und vor allem haben sie Seele. Türen werden aufgestoßen und machen dem Betrachter den Blick frei auf die Kraft der Farben und den Mut zur Wandlung.

 

Beate Trautner

Der gebürtige Aalener Markus Maier, der nun in Warendorf lebt und arbeitet, widmet sich seit Mitte der 1990er-Jahre der reziproken Malerei mit Farbe und Material. Der Farbauftrag auf die Bilder kann laut Ankündigung sowohl von der Vorder- als auch von der Rückseite erfolgen. In der Regel trägt Maier die Farbe allerdings von der Rückseite auf. Unter dem Titel „reziprok“ präsentiert der Künstler im Service-Center vorwiegend Formate in weißer Farbgebung und in Grauschattierungen. Die Oberflächen sind reliefartig strukturiert. Markus Maier, Jahrgang 1954, absolvierte nach dem Abitur von 1987 bis 1991 ein Architekturstudium an der Fachhochschule Heidelberg. Seit Mitte der 1990er-Jahre präsentiert der Maler seine Werke in Einzel- und Gruppenausstellungen der Öffentlichkeit. Markus Maier ist seit 2012 Mitglied des Kreiskunstvereins Beckum-Warendorf.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Überkopf